Ausgehtipp Langenthal: Einladung ins 1. Schweizer Kompetenzzentrum für handgefertigte Zementfliesen

KEUSEN
SHOWROOM FÜR HANDGEFERTIGTE ZEMENTFLIESEN
Bleienbachstrasse 26b
CH-4900 Langenthal
Tel.: +41 (0)79 603 64 04
keusen@cementtiles.ch

Öffnungszeiten: Mo. – Fr.: 14.00 – 19.00 Uhr, Sa.: 10.00 – 14.00 Uhr,    oder nach Vereinbarung

http://www.cementtiles.ch/
Showroom_Photos und Beschreibung_pdf

Im neu eröffneten Showroom in Langenthal können Besucher und Interessierte die Vielfalt an Mustern, Farben und Motiven, die Zementfliesen bieten, erleben und erfahren.

Handgefertigte Zementfliesen sind ein historischer Baustoff mit mediterranem Flair, dem heutzutage wieder grosse Aufmerksamkeit geschenkt wird. Jede Fliese wird von Hand gegossen und erlangt dadurch ihre eigene Ausstrahlung. Mehrfarbige traditionelle oder monochrom zeitgenössische Motive finden Verwendung im anspruchsvollen Neubau, in der Sanierung historischer Bausubstanz u.v.m.
In der Gastronomie und Hotellerie, der Geschäftsraumgestaltung, dem öffentlichen Raum und im anspruchsvollen privaten Wohnungsbau sind die handgefertigten Zementfliesen dank ihrer Robustheit perfekt einsetzbar.

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Jaleo Tapas Bar by Jose Andres

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Buchprojekt: Religiöse Erlebnisse und rituelle Welten. Update zur Wissenschaft der Religion

Jürg von Ins

1.5.2014 – 19.12.2014
Work in progress

So reisst die Spur der Fledermaus...

„So reisst die Spur der Fledermaus durchs Porzellan des Abends“, Collage, 2014

((…))

Im Raum religiöser Erlebnisse sind Gruppeneffekte selten (man vergleiche aber die grossen Ausnahmen Apg.2 und Apg.9,7b). Zunächst ist das religiöse Erlebnis nicht notwendigerweise einsam, aber sprachlos und allein. Deshalb ist der religiöse Mensch ganz grundsätzlich kein soziales Wesen. Und da der Mensch das religiöse Wesen ist, bleibt ihm die Sozietät immer problematisch. Sie treibt ihn von seiner Mitte fort. Wenn er Zuhörer braucht, heisst das noch lange nicht, dass er Gesellschaft sucht. Und wenn er ins Gespräch tritt, sucht er das Alleinsein des Andern. Er ist seinem Wesen gemäss allein, wie man allein geboren wird und stirbt. So eben erwacht man auch allein zum Leben.

Wer religiös erlebt, leitet die Zukunft nicht mehr von der Vergangenheit ab, sondern bewundert und befürchtet, dass sie neu ist; zu neu und zu reich, um organisiert zu werden. Und dass sie uns zu jenem ‚freien Tier‘ macht, das seinen Untergang, sein lebensveränderndes Erlebnis schon hinter sich hat – vor sich nur die Weite des Himmels, und hinter sich die geplatzte Box.

Das religiöse Erlebnis, wie ich es im Bund mit Schleiermacher auf den Punkt bringen darf, ist der Griff nach dem vollen Leben. Oh, er hätte den Ausdruck geliebt.

Mein Motiv ist das praktische Interesse an der Frage, wie sich der Zugang zum Leben entrümpeln lässt. Ich bin der Frage lange Jahre mit Händen und Füssen nachgegangen – und jetzt noch mit dem Kopf.

Rilke (8. Duineser Elegie) malt das religiöse Erlebnis als Kontrast zum Hintergrund unserer säkularen, ans Passé simple gefesselten tristesse. Er malt den Erlebenden und dessen Zuschauer, das religiöse Erlebnis und dessen Löschung zugleich:

„Und wie bestürzt ist eins, das fliegen muss
und stammt aus einem Schoss. Wie vor sich selbst
erschreckt, durchzuckts die Luft, wie wenn ein Sprung
durch eine Tasse geht. So reißt die Spur
der Fledermaus durchs Porzellan des Abends.

Und wir: Zuschauer, immer, überall,
dem allen zugewandt und nie hinaus!
Uns überfüllts. Wir ordnens. Es zerfällt.
Wir ordnens wieder und zerfallen selbst.

Wer hat uns also umgedreht, dass wir,
was wir auch tun, in jener Haltung sind
von einem, welcher fortgeht? Wie er auf
dem letzten Hügel, der ihm ganz sein Tal
noch einmal zeigt, sich wendet, anhält, weilt -,
so leben wir und nehmen immer Abschied.“

Man hat nicht gezögert, diese Störung als ‚historisches Bewusstsein‘ zu adeln.

Das religiöse Erleben kann mit Veränderungen der sinnlichen Wahrnehmung einhergehen. Aber die sichtbaren, hörbaren, fühlbaren und also beschreibbaren Dimensionen bilden schon die erste symbolische Überformung, die das Erlebnis kognitiv fassbar macht. So erst bringt es Unerkanntes und Erkanntes zusammen, das Eigentliche und seine Verpackung. So kultiviert es die Grenze der Erkenntnis, wobei für Zuschauer die Verpackung immer im Vordergrund steht. Naheliegend, dass dabei Poesie – also das Genre jener Texte, die man immer nur halb versteht – eine Schlüsselrolle spielt. Das religiöse Erlebnis aber als das Eigentliche ist transzendent.Und was Geschichte macht ist die Verpackung.

Das ist die Begründung von Religion: dass die Erlebnisschnecke ihre Fühler in die Transzendenz ausstrecken und dadurch das Häuschen zur Detonation bringen kann.

Apostelgeschichte 9: Saulus reitet gegen Damaskus, „Drohung und Mord“ gegen die Christen „schnaubend“. Plötzlich geht alles so rasend schnell, dass ihm die Sinne schwinden. Ein Lichtball trifft von hinten seine Augen. Gleichgewichtssinn und motorische Kontrolle fallen aus, er stürzt vom Pferd. Nach dem Erwachen kann er drei Tage nicht sehen. Er ist so erfüllt von der erlebten Einheit, dass er nichts mehr braucht. In der Obhut der christlichen Gemeinde setzt die kognitive Überformung ein. „Was ist diese Einheit? Ah! Die Christen, meine Feinde pflegen mich. Es ist die Einheit mit dem Feind – All is one! Christus ist mir erschienen!“ Saulus ist ein anderer, er ist Paulus geworden. Doch ach wie bald wird er in neue Boxen kriechen, die wiederum nur nach hinten raus Fenster haben!

Es stehen stets verschiedene Symbole und Konzepte zur Wahl. Saulus hätte auch denken können: „Ah, das war grossartig, dieses friedliche Einssein. Das kam wohl vom zu schnellen Reiten. Aber jetzt bin ich wieder bei Sinnen. Das passierte gewiss nur, weil ich zu wenig geschlafen hatte; oder zu viel getrunken und zu wenig gegessen.“

Unterschiedliche Deutungen machen unterschiedlich viel aus dem Erlebnis, und wenn es sich erneut einstellt, haben sie es längst überformt. Aber alle Symbole und Konzepte nehmen dem religiösen Erlebnis das Entscheidende weg: seine Transzendenz. Die Schriftreligionen sind alte, längst erkaltete Planeten, die um jene Sonnen des Erlebens kreisen, von denen sie einst weggeschleudert wurden.

Religion aber ist die Sonne: erleuchtend, wärmend oder versengend. Unter welchen Bedingungen tritt welche Wirkung ein? Davon handelt Religionswissenschaft.

((…))

Ausgehtipp: ‚Das grüne Seidentuch‘ Uraufführung

Soloprogramm rund um das gleichnamige Buch von Marcella Maier

mit Sarah Magdalena Huisman

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Die Autorin Marcella Maier und die Schauspielerin Sarah Magdalena Huisman im Frühling 2013 vor dem Mili Weber-Haus in St. Moritz.

„Das Publikum sass mäuschenstill, mal lachend, mal schmunzelnd oder tief betroffen. (…) 
Man konnte sich die Diskussionen dank Huismans köstlichem Spiel vorstellen, als wäre man dabei gewesen.“
(Engadiner Post vom 8.7.2014)

Trailer (8:20 min): Das grüne Seidentuch

Termine: November 2014 – März 2015

Burgdorf
24.1.2015, 19:30 Uhr

Senevita Burgdorf
Reservation: +41 34 431 00 14/
hansueli.eggimann@senevita.ch  

Gemeindebibliothek Rümlang
25.1.2015, 16:30 Uhr

Gemeindebibliothek Rümlang im Singsaal Schulhaus Worbiger
www.bibliothek-ruemlang.ch
info@bibliothek-ruemlang.ch/Küsnacht ZH
29./30.1.2015, 20:30 Uhr

Chrottegrotte Küsnacht
Abendkasse/Bar ab 19:30
Information: www.wohnlicheskuesnacht.ch

Fassontheater Lachen
31.1.2015, 20:00 Uhr

Reservation: 079 447 69 35

Kulturschuppen Klosters
19.2.2015, 20:00 Uhr

Reservation: www.kulturschuppen.ch/tickets

Aula Academia Engiadina, Samedan
20.2.2015, 20:00 Uhr
Reservation: Samedan Tourist Information 041 81 851 00 60

Sils Maria
9.3.2015, 21:15 Uhr

Hotel Waldhaus Sils Maria
Reservation: mail@waldhaus-sils.ch

Kulturraum Thalwil
17.4.2015, 20:15 Uhr

Reservation: www.kulturraumthalwil.ch

Kulturbühne Gais im Hotel Krone Gais
10.5.2015, 19:00 Uhr

Keine Reservation

Vita Tertia und Gutenberg Buchhandlung
Im Restaurant Vita Gossau
25.6.2015, 19:00 Uhr
Reservation: +41 71 388 95 56 / +41 71 383 20 00

Soglio, bei schönem Wetter auf der Piazza, bei schlechtem in der Kirche
5.9.2015, 20:00 Uhr
Keine Reservation

Lesegesellschaft Horgen im katholischen Pfarreizentrum
25.9.2015, 20:00 Uhr
Information: www.lesegesellschaft-horgen.ch

Kulturschuppen Klosters
24.10.2015, 20:00 Uhr
Reservation: www.kulturschuppen.ch

Erzählnacht Kulturkreis Zollikon, Aula Buchholz
13.11.2015, 19:45 Uhr
Keine Reservation

Fabriggli Buchs SG
19.11.2015, 20:00 Uhr

Reservation:  +41 81 756 66 04

Sigristenkeller Bülach
21.11.2015, 20:00 Uhr
Reservation: www.sigristenkeller.ch

 

CAS African Affairs: From rainmakers to handheld condensers

Center for African Studies, University of Basel
PD Dr. Jürg von Ins
Project paper
12.5.2014

“Schaffen wirst du aus dunklem Regen rechtzeitige Trocknis
den Menschen, schaffen wirst du aber auch aus sommerlicher Trocknis
baumernährende Güsse, die dem Himmel entströmen.”
Empedokles (495-435 v.C.), Peri Physeos, Fragment 111

Table of Contents
1. Preface: Concerning Methods
2. Introduction
3. What is the problem with water?
– On a global scale
– In Senegalese Sahel
– In Dakar
– In Toubab Dialao
4. What practicable solutions are at hand?
5. What others solutions are to be developed?
6. What political problems might occur?
7. Annex: Questionnaires
8. Sources

1. Preface: Concerning Methods

Water is a sparkling subject that attracts the interest of many different disciplines like for example hydrology, hydrogeology, medicine, engineering sciences and anthropology. Therefore the development of solutions to water-related problems often involve several methods at a time. The present study touches sociological questions of public distribution, hydrogeological questions concerning the groundwater table, economic aspects, religious symbolisms of water and the sea and last but not least engineering knowhow concerning condensation, purification and desalination of water. Such a courageous mix of methods is necessary to solve practical problems.
I focus on water for consummation (bottles, tub). As I am raising a project in the semi-rural area of Toubab Dialao I have indeed a practical problem with water: Often there is none.
I go from a research based on literature embedding the local problem in national and global contexts. I will complete this brief outline of the problem by a small-scale, low-budget field-research in Toubab Dialao (beginning March 2014).
I know from 30 years of experience that the problem with water in Senegal is distribution. Therefore I try to get a first overview of practicable, individual solutions. In a next step I will select some field experiments (beginning April 2014). Weiterlesen

Ausgehtipp: Tranceforms: Vom orientalischen Ritual zur Performance

Uraufführung                                  6. September 2013, Theater Rigiblick, Zürich
Choreographie, Tanz                      Maya Farner
Projektionen, Action-Painting      Cordula von Martha
Lichtdesign                                      Margrit Reiser
Videotechniker                                Michel Weber
Kostüme                                           Noëlle Blancpain

http://www.mayafarner.ch/index_start.html

Wir sind stolz auf unsere säkulare Gesellschaft. Zeichen religiöser Orientierung werden kriminalisiert, Zustände der Begeisterung und der Besessenheit als Krankheiten aufgefasst. Verbissen klammern wir uns ans dürre Glaubenssystem der skeptischen Vernunft – egal, wie tief es uns in die Verzweiflung treibt.

Aber wir ahnen, dass die Menschen einst in grossen Ritualwelten voll Bewegung, Klang und Farben lebten, welche dem Leben eine Mitte gaben, Orientierung und Sinn vermittelten. Der Weg in sie zurück liegt im Dunkeln. Wir müssen ihn vor uns suchen, im Licht der Leere. Und da scheint sie auf; im Ballett? Im Theater? Es ist eine nordafrikanische Welt, die sich uns hinter Ballett und Theater eröffnet.

Das Problem ist der Weg vom Ritual zur Aufführung, von der Mitte zur Spaltung zwischen Bühne und Publikum.  Die Lösung, welche Maya Farner und Cordula von Martha in ihrer multimedialen Performance finden, besticht durch ihre nie ganz durchschaubare Vielschichtigkeit. Im Tanz des Geistes mit dem Körper um die unsichtbare Mitte wird die Fülle des Lebens wieder erlebbar.

«TranceForms»_Maya Farner _1 tranceforms_Maya Farner_2
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Im November besteht erneut die Möglichkeit, das Bühnenstück TranceForms zu sehen:

13. November 2013 | 20h | Theater Rigiblick Zürich | Tickets: www.theater-rigiblick.ch

23. November 2013 | 20h | Lassalle-Haus Bad Schönbrunn | Tickets: www.lassalle-haus.org

TranceForms        Trailer

Cordula von Martha   www.cordulavonmartha.com

Maya Farner         www.mayafarner.ch

 

Kulturwochenende Open Atelier 2013

Es war wieder eine besondere Gelegenheit, die Kunstschaffenden an ihrem Wirkungsort persönlich kennen zu lernen und sich mit ihren Werken auseinanderzusetzen.

Die OPEN ATELIERs werden organisiert von den drei Kulturkommissionen Freienbach, Feusisberg und Wollerau.

Website OPEN ATELIER:
http://www.open-atelier.ch/

Die beteiligten KünstlerInnen, vorgestellt im Höfner Volksblatt vom 4.4.2013:
http://www.open-atelier.ch/userfiles/hv-2013-04-04-10-11.pdf

Sie sehen Photos aus meinem (Freiluft-)Atelier in Bäch:

Jürg von Ins: Lyrik, Percussion

Stefan Fäsch (Portein GR): Holzskulpturen – Gongs, Klangschalen, Percussion

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Ankündigung Seminar: Ethnologie und Literatur Westafrikas

Universität Zürich

Herbstsemester 2013

Dr. David Signer
PD Dr. Jürg von Ins

Völkerkundemuseum der Universität Zürich

Mittwoch 14 – 16 Uhr

Seminar

Belletristische  Werke – Reiseberichte, Reportagen, Romane (sowohl aus der Innen- wie aus der Aussensicht) sind oft fruchtbare sozialwissenschaftliche Quellen, gerade auch, weil sie geprägt sind durch Qualitäten, die in der orthodoxen Ethnologie fehlen – Rhetorik, Ästhetik, Sinnlichkeit, Anschaulichkeit, Subjektivität, Empathie, Emotionalität. In diesem Seminar soll einerseits Literatur einer ethnologischen Lektüre unterzogen werden, andererseits werden wissenschaftliche Werke als ‚Literatur‘ gelesen, das heisst unter dem Aspekt von Autorschaft, Entstehungskontext, Schreibweise – im Sinne der „Writing Culture“-Perspektive. Dieses Semester wird das fortlaufende Seminar auf den geografischen Schwerpunkt Westafrika fokussieren.
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